„Das crazy“, „goonen“ und „checkst du“ war gestern. Das Jugendwort von morgen solllte mehr „Präsenz“ haben, weil die fehlte die letzten Jahre ja leider echt. Also warum nicht einfach „Präsenz“ zum nächsten Jugendwort aufsteigen lassen, dachten wir uns. Aber was soll „Präsenz“ bedeuten und wie schaffen wir es, das Wort zum Jugendwort zu machen?
Zuerst einmal sollte „Präsenz“ nicht mit der Anwesenheit in Schule oder Uni verwechselt werden. Viel mehr geht es um die Ausstrahlung eines Menschen ode einer Sache.
„Präsenz“ lässt sich am ehesten mit dem Wort Aura vergleichen. „Präsenz“ weißt jedoch wesentlioch mehr Niveau auf. Stellt euch vor Aura würde einen Anzug tragen. Das ist „Präsenz“. Ein Krokodil hat „Präsenz“. Ein Backflip aus dem Stand hat „Präsenz“. Vieles hat „Präsenz“, aber „Präsenz“ muss verdient werden. Ähnlich wie Ehre. Dabei ist „Präsenz“ aber eher eine Stille Macht und entsteht nicht immer aus großen oder lauten Aktionen.
Kennst du das, wenn jemand den Raum betritt und alle drehen sich zu der Person um, auch ohne das diese etwas sagen muss. Das ist ultimative „Präsenz“. Aber weißt du, wie auch du mehr „Präsenz“ erreichst? Wenn du beim Langenscheidt Verlag „Präsenz“ als Jugendwort einreichst und auch dafür abstimmst.
Denn jedes Jahr wählen dort Jugendliche bis 27 das Jugendwort, dabei läuft diese Wahl über drei Phasen ab: Zuallererst kann jeder Vorschläge einreichen. Die zehn Vorschläge, die am häufigsten eingereicht wurden, stehen dann zur Abstimmung. Danach gibt es eine zweite Abstimmung zwischen den Top 3.
Dieser Prozess beginnt allerdings schon im Mai. Also bleibt nicht mehr allzu viel Zeit „Präsenz“ im Sprachgebrauch zu etaiblieren. Und genau dabei brauchen wir eure Hilfe.
Aber wir kennen dich, für eine solche Aktion willst du natürlich gute Gründe haben, weil warum solltest du „Präsenz“ gebrauchen, wenn du auch bequem weiterhin Aura benutzen könntest.
Wie schon erklärt hat „Präsenz“ mehr Niveau und das ist etwas, was wir alle als Ziel haben sollten. Aber zum anderen hört sich „Präsenz“ auch einfach cool an. Es ist ein Nomen, es hat Macht. Denn Nomen gehören in der deutschen Sprache immer zu den Schüsselwörtern. Aber Macht in Kombi mit Einprägsamkeit hat nochmal mehr „Präsenz“. Denn hört euch das Wort doch mal an.
Kaum Wörter bieten so viele so seltene Buchstaben. Das klanglich sehr einprägsame Z liegt nämlich allein schon nur auf dem 19. Platz in der Reihe der Buchstabenhäufigkeit und P und Ä liegen mit 22 und 24 sogar noch darunter. Und so klingt dieses Wort einfach sehr einzigartig. Eine Einzigartigkeit, die die Jugensprache nicht missen sollte.

Zudem ergibt sich aus dieser Einzigartigkeit eine Einprägsamkeit, die für Komplimente und Kommentare jeder Art phänomenal ist. Wnn du also das nächste Mal deine Freunde für eine starke Aktion auf den Rücken klopfen möchtest, sag ihm doch einfach, dass seine Aktion sehr viel „Präsenz“ hatte. Er wird es die danken und nicht so schnell vergessen. Dafür sorgt „Präsenz“ schon ganz von alleine.
Und jetzt hab ich euch schon so ein schönes Beispiel zur Einbindung in den Sprachgebrauch gebracht, da will ich euch gleich sagen, dass „Präsenz“ sich sehr leicht immer und überall einbringen lässt. Es ist wahnsinnig vielseitig und einfach damit umzugehen. Es braucht vielleicht sogar gar keinen Satz, sondern kann aufgrund seiner Eigenschaften alleine stehen. Etwas hat „Präsenz“. Oder eben nicht und das kann alles sein.Ob es eine coole Tat oder etwas Mutiges oder Beeindruckendes war, lobt eure Leute! Betont deren „Präsenz“.
Denn das ist das Schöne: „Präsenz“ ist ein positives Wort. Nicht wie „sus“, „Side Eye“ oder „goofy“ und es ist auch kein reines Füllwort wie „Digga(h)“ oder „Vallah“, es hat Aussagekraft. Positive Austrahlungskraft. Und Komplimente sind etwas wundervolles, etwas, dass wir alle öfter verteilen könnten. Und das ist sogar das stärkste Argument. Wir alle können in diesen dunklen Zeiten einen positiven Schub vertragen. Und „Präsenz“ haben ja schon ganz kleine Aktionen. Dafür „Präsenz“ zu ernten wäre doch wundervoll.
„Präsenz“ ist einfach wundervoll und wäre unserer Meinung nach das perfekte Jugenwort. Ein Jugendwort, das am besten allen präsent ist. Denn „Präsenz“ bleibt durch Einzigartigkeit, Einprägsamkeit und Positivität im Kopf. Zumindest wenn du uns hilfst, es als Jugenwort zu etaiblieren.
